Vorstandsvergütung




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Vorstandsvergütung

Axel Springer verfolgt bei der Vergütungspolitik den Grundsatz einer leistungsorientierten, auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichteten Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsarbeit.

Entsprechend den Anforderungen des Aktiengesetzes und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) besteht die Vergütung der Vorstandsmitglieder aus festen und variablen Bestandteilen. Die variablen Bezüge setzen sich aus einer als Jahresbonus gezahlten Barkomponente und langfristigen Vergütungskomponenten in Form des in 2016 aufgelegten Long-term Incentive Plans sowie den letztmalig im Jahr 2014 zuerkannten virtuellen Aktienoptionsplänen zusammen. Alle Vergütungsbestandteile sind für sich und in ihrer Gesamtheit angemessen. Der Aufsichtsrat befasst sich intensiv mit der Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung und berücksichtigt insbesondere die in § 87 AktG und Ziffer 4.2.2 Sätze 4 und 5 DCGK aufgeführten Kriterien, wie z. B. die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die Zukunftsaussichten von Axel Springer. Ebenfalls wird das Branchenumfeld der Gesellschaft berücksichtigt.

Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat keinen externen Vergütungsexperten hinzugezogen.

Die Festvergütung entspricht dem jährlichen Festgehalt; daneben erhalten die Vorstände einen Dienstwagen oder eine Dienstwagenpauschale, die Übernahme der Prämien für eine Invaliditäts- und Todesfallversicherung, die Übernahme einzelner Reisekosten sowie Sicherheitsaufwendungen als Nebenleistungen. Das jährliche Festgehalt wird in der Regel für die gesamte Laufzeit eines Anstellungsvertrags festgelegt und jeweils in zwölf Monatsraten ausgezahlt.

Der variable Vergütungsanteil in Form der als Bonus gezahlten Barkomponente richtet sich nach der Leistung des Einzelnen im Rahmen individueller Ziele (u. a. an der Strategie der Axel Springer SE orientierte quantitative Bereichs- und qualitative Individualziele) sowie den Konzernzielen; er ist betragsmäßig begrenzt auf das Zweifache des bei 100 % Zielerreichung zahlbaren Betrags. Konzernziel im Berichtsjahr 2017 und im Vorjahr war das bereinigte Konzern-EBITDA. Die individuellen Ziele zur Bemessung der Leistung des Einzelnen und die Konzernziele verabschiedet jeweils der Aufsichtsrat. Der Bonus richtet sich zum Teil nach der Erreichung von Jahreszielen und zum Teil nach der Erreichung der für einen Bemessungszeitraum von drei Jahren festgelegten Konzernzielen. Die Zielerreichung wird zunächst durch den Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem jeweiligen Vorstandsmitglied festgestellt und anschließend durch den Aufsichtsrat geprüft und verabschiedet.

Hinzu kommt eine langfristige variable Vergütungskomponente in Form eines Long-term Incentive Plan ("LTIP"), die den bereits im Geschäftsjahr 2016 amtierenden Vorstandsmitgliedern zum 1. Mai 2016 gewährt wurde und einschließlich Haltefristen bis 2023 läuft. Der LTIP sieht eine Beteiligung an der Wertsteigerung des Unternehmens auf Basis der Marktkapitalisierung in Form eines Barvergütungsanspruchs mit anschließender Verpflichtung zum Aktienkauf vor.